Czarna Hańcza/Augustów-Kanal





Weit im Nordosten Polens, in Podlasien, an der Grenze zu Weißrussland fließt die Czarna Hańcza. Sie entspringt im Hańcza-See in einer Jungmoränenlandschaft (must see!) nördlich von Suwałki und mündet in Weißrussland in die Memel. Bei Rygol gibt es eine Verbindung zum Augustow-Kanal.

Befahrbar ist die Czarna Hańcza ab dem Wigry-See, der das Herz des Wigry-Nationalparkes bildet und einen längeren Aufenthalt wert ist. Der See ist ein ökologisches Highlight, glasklar und wunderschön. Man sollte ihn (wenn es der Wind zulässt) auf jeden Fall befahren und von Gawrych-Ruda oder Bryzgiel starten, statt von Stary Folwark.

Die Route führt vom Wigry-See über verträumte Dörfer bis zum Augustow-Kanal und weiter auf dem Kanal mit seinen sehenswerten Schleusen und Seen Richtung Augustow. Theoretisch kann man ab Augustow die Blizna flussauf zurück fahren, aber es ist beschwerlich. Ich empfehle deshalb, auf dem Serwy-See zu enden.

Paddlerische Fähigkeiten werden nicht vorausgesetzt. Die Hańcza ist außerordentlich zahm. Verpflegung gibt es in einigen Dörfern entlang der Route, häufig wird auch selbst Gebackenes direkt am Fluss verkauft. Mehr als 4-5 Tage sind nicht erforderlich.

In den letzten Jahren hat allerdings der Bootstourismus enorm zugenommen. Massen von Tagespaddlern bevölkern den Fluss an Wochenenden. Ruhe auf den zahlreichen Biwakplätzen sucht man dann vergebens.